Duo Schmarowotsnik

Naye yidishe lider
//   14 € / ermäßigt 12 €  //   04.12.2021  -  20:00  //  

Schmarowotsnik spielen Klesmermusik und Jiddische Lieder in immer wieder überraschender Besetzung: Mal kommt zum Akkordeon eine schwatzhafte Oboe, mal begleitet nur das Englischhorn den Sologesang. Ohne Mikrophone, ohne Noten und Textzettel schmalzen und stampfen sich die beiden Kieler durch ihr buntscheckiges Musikprogramm. Dabei macht die unterhaltsame Moderation die jiddischen Texte auch für Menschen ohne Vorkenntnisse verständlich. Auf ihrer 2021 erschienenen, dritten Duo-CD „Naye yidishe lider“ stehen ihre eigenen Vertonungen jiddischer Gedichte von Moyshe Leyb Halpern, Rokhl Korn und Shike Driz Seite an Seite mit neu geschriebenen jiddischen Texten: Von „Buckel, du, auf meiner Seele, Traurigkeit im Mondenschein“ bis hin zu „Ich hab keinen Bock mehr (nach fünf Monaten Corona)“ – ja, im Untertitel könnte das Programm „Blut, Rotz und Galle“ heißen, denn Schimpfen, Klagen und Wettern kann das Jiddische schließlich gut. Aber auch die Magie der Lyrik wird besungen, der Regen und der Becher Wein, der gegen ihn hilft, und die Musik entführt dorthin, „wo die Nachtigall ihren Tee trinkt“. Dazu kommen Stücke aus der inspirierenden Tradition, wie Klassiker aus dem Repertoire von Naftule Brandwein, Balkanmelodien oder auch etwas Seelenverwandtes aus Skandinavien. Alte und neue jüdische Volksmusik - Schmarowotsnik erfüllen die jahrhundertealten Traditionen mit immer neuem Leben!

Christine v. Bülow (Oboe, Englischhorn, Gesang) und Martin Quetsche (Akkordeon, Gesang) spielen seit über 20 Jahren Jiddische Musik mit ihren Ensembles Di Chuzpenics und Schmarowotsnik. Weitere Projekte waren Bühnenmusiken für das Polnische Theater Kiel und das Landestheater Schleswig-Holstein, Avantgarde-Klesmer-Hardcore mit dem Projekt Klezcore und die experimentelle „Ahasver-Revue – Luzifer und ich und die anderen“ nach Stefan Heyms Roman. Seit mehr als 10 Jahren beschäftigen sie sich intensiv mit jiddischer Sprache und Literatur. So entstanden 2010 das Bühnenprogramm und die zugehörige CD zum 100. Geburtstag der Lyrikerin Rajzel Zychlinski – ausschließlich mit eigenen Vertonungen. 2015 wurden Schmarowotsnik zum Wettbewerb für neue Jiddische Lieder nach Mexico City, „Der Idisher Aydol“, eingeladen und gewannen dort den ersten Preis für die selbstgetextete Säuferballade „An alter shiker“ (enthalten auf der zweiten Schmarowotsnik-CD „Nebbichl“ von 2014). Seit 2018 unterricht Martin Quetsche an der VHS Hamburg Jiddische Literatur, gibt Workshops für Jiddisch und coacht insbesondere zur Aussprache des Jiddischen, u.a. für die Schauspielhäuser Hamburg und Lübeck und für ARTE. Anfang 2021 erschien die dritte Schmarowotsnik-CD Naye yidishe lider. Darauf 11 Weltpremieren: eigene Vertonungen jiddischer Lyrik und selbstverfaßter Texte sowie eine bislang unentdeckte Rarität aus dem Ruth-Rubin-Tonarchiv. Das Corona-Lied „Der sof funem lid“ war im April auf Platz 13 und im Mai auf Platz 7 der Liederbestenliste!

„Ein großer Hörgenuss“ Folk Magazin

„Buckel auf der Seele – Überlebensmusik“ Junge Welt

„Bemerkenswerte Pionierarbeit, die internationale Resonanz erfährt“ Kieler Nachrichten

http://www.schmarowotsnik.de

Der Eintritt kostet 14€ / ermässigt 12€.

Kartenvorverkauf gibt es bei Buchstabe, Hochtorstr.2 in 23730 Neustadt und an der Abendkasse.

Vorbestellungen sind auch telefonisch unter 0170/9888278 möglich.

CORONA: Es gilt die 2G-Regel! Impf- oder Genesenennachweis in Verbindung mit einem Ausweisdokument. Schulkinder müssen eine Schulbescheinigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass sie regelmäßig in der Schule getestet werden.